Steuerrecht: „Haushaltsnahe Handwerkerleistungen“ müssen nicht zweimal entschädigt werdenn

 Hat ein Steuerzahler seinen Aufwand für einen Wasserschaden in seiner Wohnung bereits durch seine Versicherung ersetzt bekommen (hier in Höhe von € 3.224), so kann er anschließend nicht auch noch den Fiskus im Rahmen von „haushaltsnahen Handwerkerleistungen“ (hier gewünscht in Höhe von 20% des Aufwandes = € 645) daran beteiligen. Das Finanzgericht Münster widersprach der Argumentation des Ehepaares, schließlich habe man für die Versicherungsleistung mehrere Jahre lang schon Beiträge gezahlt, also einen „Aufwand“ gehabt. Der Anspruch hätte theoretisch auch dann schon bestanden, wenn nach der ersten Zahlung der Beiträge der Schadenfall eingetreten wäre.

(FG Münster, 13 K 136/15)